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— hat der Geber nicht zu danken, dass derNehmende nahm? Ist Schenken nicht eine Nothdurft?
Ist Nehmen nicht — Erbarmen?“ —
Oh meine Seele, ich verstehe das Lächeln deinerSchwermuth: dein Über-Reichthum selber streckt nunsehnende Hände aus!
Deine Fülle blickt über brausende Meere hin undsucht und wartet; die Sehnsucht der Über-Fülle blicktaus deinem lächelnden Augen-Himmel!
Und wahrlich, oh meine Seele! Wer sähe deinLächeln und schmölze nicht vor Thränen? Die Engelselber schmelzen vor Thränen ob der Über-Güte deinesLächelns.
Deine Güte und Über-Güte ist es, die nicht klagenund weinen will: und doch sehnt sich, oh meine Seele,dein Lächeln nach Thränen und dein zitternder Mundnach Schluchzen.
„Ist alles Weinen nicht ein Klagen? Und allesKlagen nicht ein Anklagen?“ Also redest du zu dirselber, und darum willst du, oh meine Seele, lieberlächeln, als dein Leid ausschütten
— in stürzende Thränen ausschütten all dein Leidüber deine Fülle und über all die Drängniss des Wein-stocks nach Winzer und Winzermesser!
Aber willst du nicht weinen, nicht ausweinen deinepurpurne Schwermuth, so wirst du singen müssen,oh meine Seele! — Siehe, ich lächle selber, der ich dirsolches Vorhersage:
■— singen, mit brausendem Gesänge, bis alle Meerestill werden, dass sie deiner Sehnsucht zuhorchen, —
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