— als ob ein voller Apfel sich meiner Hand böte,ein reifer Goldapfel, mit kühl-sanfter sammtener Haut:
— so bot sich mir die Welt: —
— als ob ein Baum mir winke, ein breitästiger,starkwilliger, gekrümmt zur Lehne und noch zum Fuss-brett für den Wegmüden: so stand die. Welt auf meinemVorgebirge: —
— als ob zierliche Hände mir einen Schrein ent-gegentrügen, — einen Schrein offen für das Entzückenschamhafter verehrender Augen: also bot sich mir heutedie Welt entgegen: —
■— nicht Räthsel genug-, um Menschen-Liebe davonzu scheuchen, nicht Lösung genug, um Menschen-Weis-heit einzuschläfern: — ein menschlich gutes Ding warmir heut die AVelt, der man so Böses nachredet!
Wie danke ich es meinem Morgentraum, dass ichalso in der Frühe heut die Welt wog! Als ein mensch-lich gutes Ding kam er zu mir, dieser Traum undHerzenströster!
Und dass ich’s ihm gleich thue am Tage und seinBestes ihm nach- und ablerne: will ich jetzt die dreibösesten Dinge auf die Wage thun und menschlich gutabwägen. —
Wer da segnen lehrte, der lehrte auch fluchen:welches sind in der AVelt die drei bestverfluchten Dinge?
Diese will ich auf die Wage thun.
AVollust, Herrschsucht, Selbstsucht: dieseDrei wurden bisher am besten verflucht und amschlimmsten beleu- und belügenmundet, — diese Dreiwill ich menschlich gut abwägen.
V— - J
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