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ich unter ihnen und redete mir noch zu: „unschuldig istalles Kleine an seiner Kleinheit!“
Sonderlich Die, welche sich „die Guten“ heissen,fand ich als die giftigsten Fliegen: sie stechen in allerUnschuld, sie lügen in aller Unschuld; wie vermöchtensie, gegen mich — gerecht zu sein!
Wer unter den Guten lebt, den lehrt Mitleid lügen. ,Mitleid macht dumpfe Luft allen freien Seelen. DieDummheit der Guten nämlich ist unergründlich. j
Mich selber verbergen und meinen Reichthum —das lernte ich da unten: denn Jeden fand ich noch arm :am Geiste. Das war der Lug meines Mitleidens, dass jich bei Jedem wusste, j
— dass ich Jedem es ansah und anroch, was ihmGeistes genug und was ihm schon Geistes zuviel war!
Ihre steifen Weisen: ich hiess sie weise, nicht steif,
— so lernte ich Worte verschlucken. Ihre Todten-gräber: ich hiess sie Forscher und Prüfer, — so lernteich Worte vertauschen.
Die Todtengräber graben sich Krankheiten an.Unter altem Schutte ruhn schlimme Dünste. Man sollden Morast nicht aufrühren. Man soll auf Bergen leben. ,
Mit seligen Nüstern athme ich wieder Berges- ;
Freiheit! Erlöst ist endlich meine Nase vom Geruchalles Menschenwesens! i
A^on scharfen Lüften gekitzelt, wie von schäumendenWeinen, niest meine Seele, — niest und jubelt sich zu:Gesundheit!
Also sprach Zarathustra.
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Nietzsche, Werke Band VI.
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