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Wir fragen einander nicht, wir klagen einandernicht, wir gehen offen mit einander durch offne Thüren.
Denn offen ist es bei dir und hell; und auch dieStunden laufen hier auf leichteren Füssen. Im Dunklennämlich trägt man schwerer an der Zeit, als im Lichte.
Hier springen mir alles Seins Worte und Wort-Schreine auf: alles Sein will hier Wort werden, allesWerden will hier von mir reden lernen.
Da unten aber — da ist alles Reden umsonst! Daist Vergessen und Vorübergehn die beste Weisheit:
Das — lernte ich nun!
Wer Alles bei den Menschen begreifen wollte, dermüsste Alles angreifen. Aber dazu habe ich zu rein-liche Hände.
Ich mag schon ihren Athem nicht einathmen; ach,dass ich so lange unter ihrem Lärm und üblem Athemlebte!
Oh selige Stille um mich! Oh reine Gerüche ummich! Oh w T ie aus tiefer Brust diese Stille reinen Athemholt! Oh wie sie horcht, diese selige Stille!
Aber da unten — da redet Alles, da wird Allesüberhört. Man mag seine Weisheit mit Glocken ein-läuten: die Krämer auf dem Markte werden sie mitPfennigen überklingeln!
Alles bei ihnen redet, Niemand weiss mehr zu ver-stehn. Alles fällt in’s Wasser, Nichts fällt mehr in tiefeBrunnen.
Alles bei ihnen redet, Nichts geräth mehr undkommt zu Ende. Alles gackert, aber wer will nochstill auf dem Neste sitzen und Eier brüten?
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