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Mondkälber: 211 Allem aber, was vom Hofe kommt,betet das Bettel-Volk und alle anstellige Bettel-Tugend.
„Iclr diene, du dienst, wir dienen“ — so betet alleanstellige Tugend hinauf zum Fürsten: dass der ver-diente Stern sich endlich an den schmälen Busen hefte!
Aber der Mond dreht sich noch um alles Irdische:so dreht sich auch der Fürst noch um das Aller-Irdischste —: das aber ist das Gold der Krämer.
Der Gott der Fleerschaaren ist kein Gott der Gold-barren; der Fürst denkt, aber der Krämer — lenkt!
Bei Allem, was licht und stark und g'ut in dir ist,oh Zarathustra! Speie auf diese Stadt der Krämer undkehre um!
Hier fliesst alles Blut faulicht und lauicht undschaumicht durch alle Adern: speie auf die grosseStadt, welche der grosse Abraum ist, wo aller Ab-schaum zusammenschäumt!
Speie auf die Stadt der eingedrückten Seelen undschmalen Brüste, der spitzen Augen, der klebrigenFinger —
— auf die Stadt der Aufdringlinge, der Unver-schämten, der Schreib- und Schreihälse, der über-heizten Ehrgeizigen: —
— wo alles Anbrüchige, Anrüchige, Lüsterne,Düstere, Übermürbe, Geschwürige, Verschwörerischezusammenschwärt: —
— speie auf die grosse Stadt und kehre um!“-
Hier aber unterbrach Zarathustra den schäumendenNarren und hielt.ihm den Mund zu.
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