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Wir reden nicht zu einander, weil wir zu Vieleswissen —: wir schweigen uns an, wir lächeln uns unserWissen zu.
Bist du nicht das Licht zu meinem Feuer? Hastdu nicht die Schw T ester-Seele zu meiner Einsicht?
Zusammen lernten wir Alles; zusammen lerntenwir über uns zu uns selber aufsteigen und wolkenloslächeln: —
— wolkenlos hinab lächeln aus lichten Aug'en undaus meilenweiter Ferne, wenn unter uns Zwang undZweck und Schuld wie Regen dampfen. .
Und wanderfe ich allein: wes hungerte meineSeele in Nächten und Irr-Pfaden? Und stieg ich Berge,wen suchte ich je, wenn nicht dich, auf Bergen?
Und all mein Wandern und Bergsteigen: eineNoth war’s nur und ein Behelf des Unbeholfenen: —fliegen allein will mein ganzer Wille, in dich hineinfliegen!
Und wen hasste ich mehr, als ziehende Wolkenund Alles, was dich befleckt? Und meinen eignen Hasshasste ich noch, weil er dich befleckte!
Den ziehenden Wolken bin ich gram, diesenschleichenden Raub-Katzen: sie nehmen dir und mir,was uns gemein ist, — das ungeheure unbegrenzte Ja-und Amen-sagen.
Diesen Mittlern und Mischern sind wir gram, denziehenden Wolken: diesen Halb- und Halben, welcheweder segnen lernten, noch von Grund aus fluchen.
Lieber will ich noch unter verschlossnem LIimmelin der Tonne sitzen, lieber ohne Himmel im Abgrund
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Nietzsche, Werke Band VI.
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