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Vor Sonnen-Aufgang.
Oh Himmel über mir, du Reiner! Tiefer! Du Licht-Abgrund! Dich schauend schaudere ich vor göttlichenBegierden.
In deine Höhe mich zu werfen — das ist meineTiefe! In deine Reinheit mich zu bergen — das istmeine Unschuld!
Den Gott verhüllt seine Schönheit: so verbirgst dudeine Sterne. Du redest nicht: so kündest du mirdeine Weisheit.
Stumm über brausendem Meere bist du heut miraufgegangen, deine Liebe und deine Scham redet Offen-barung zu meiner brausenden Seele.
Dass du schön zu mir kamst, verhüllt in deineSchönheit, dass du stumm zu mir sprichst, offenbar indeiner AVeisheit:
Oh wie erriethe ich nicht alles Schamhafte deinerSeele! Vor der Sonne kamst du zu mir, dem Ein-samsten.
Wir sind Freunde von Anbeginn: uns ist Gramund Grauen und Grund gemeinsam; noch die Sonne istuns gemeinsam.
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