t
%
meiner Art und Abkunft ist, — ob er eines langenWillens Herr sei, schweigsam, auch wenn er redet, undnachgebend also, dass er im Geben nimmt: —
— dass er einst mein Gefährte werde und einMitschalfender und Mitfeiernder Zarathustra’s —: einSolcher, der mir meinen Willen auf meine Tafeln schreibt:zu aller Dinge vollerer Vollendung.
Und um seinetwillen und seines Gleichen muss ichselber mich vollenden: darum weiche ich jetzt meinemGlücke aus und biete mich allem Unglücke an — zumeiner letzten Prüfung und Erkenntniss.
Und wahrlich, Zeit war’s, dass ich gieng; und desWanderers Schatten und die längste Weile und die stillsteStunde — alle redeten mir zu: „es ist höchste Zeit!“Der Wind blies mir durch’s Schlüsselloch und sagte„Komm!“ Die Thür sprang mir listig auf und sagte „Geh!“Aber ich lag angekettet an die Liebe zu meinenKindern: das Begehren legte mir diese Schlinge, dasBegehren nach Liebe, dass ich meiner Künder Beutewürde und mich an sie verlöre.
Begehren — das heisst mir schon: mich verlorenhaben. Ich habe euch, meine Kinder! In diesemHaben soll Alles Sicherheit und Nichts Begehren sein.
Aber brütend lag die Sonne meiner Liebe aufmir, im eignen Safte kochte Zarathustra, — da flogenSchatten und Zweifel über mich weg.
Nach Frost und Winter gelüstete mich schon: „ohdass Frost und Winter mich wieder knacken undknirschen machten!“ seufzte ich: — da stiegen eisigeNebel aus mir auf.
J
237