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Also sprach Zarathustra : ein Buch für alle und keinen
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Oh Nachmittag meines Lebens! Was gab ich nichthin, dass ich Eins hätte: diese lebendige Pflanzungmeiner Gedanken und diess Morgenlicht meiner höchstenHoffnung!

Gefährten suchte einst der Schaffende und Kinderseiner Hoffnung: und siehe, es fand sich, dass er sienicht finden könne, es sei denn, er schaffe sie selber erst.

Also bin ich mitten in meinem Werke, zu meinenKindern gehend und von ihnen kehrend: um seinerKinder willen muss Zarathustra sich selbst vollenden.

Denn von Grund aus liebt man nur sein Ivind undWerk; und wo grosse Liebe zu sich selber ist, da istsie der Schwangerschaft Wahrzeichen: so fand ichs.

Noch grünen mir meine Kinder in ihrem erstenFrühlinge, nahe bei einander stehend und gemeinsamvon Winden geschüttelt, die Bäume meines Gartens undbesten Erdreichs.

Und wahrlich! Wo solche Bäume bei einanderstehn, da sind glückselige Inseln!

Aber einstmals will ich sie ausheben und einenJeden für sich allein stellen: dass er Einsamkeit lerneund Trotz und Vorsicht.

Knorrig und gekrümmt und mit biegsamer Härtesoll er mir dann am Meere dastehn, ein lebendigerLeuchtthurm unbesiegbaren Lebens.

Dort, wo die Stürme hinab ins Meer stürzen, unddes Gebirgs Rüssel Wasser trinkt, da soll ein Jedereinmal seine Tag- und Nachtwachen haben, zu seinerPrüfung und Erkenntniss.

Erkannt und geprüft soll er werden, darauf, ob er

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