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Und kommen ihnen zärtliche Regungen, so meinendie Dichter immer, die Natur selber sei in sie verliebt:
Und sie schleiche zu ihrem Ohre, Heimliches hineinzu sagen und verliebte Schmeichelreden: dessen brüstenund blähen sie sich vor allen Sterblichen!
Ach, es giebt so viel Dinge zwischen Himmel undErde, von denen sich nur die Dichter Etwas habenträumen lassen!
Und zumal über dem Himmel: denn alle Göttersind Dichter-Gleichniss, Dichter-Erschleichniss!
Wahrlich, immer zieht es uns hinan — nämlich zumReich der Wolken: auf diese setzen wir unsre buntenBälge und heissen sie dann Götter und Übermenschen: —
Sind sie doch gerade leicht genug für diese Stühle!— alle diese Götter und Übermenschen.
Ach, wie bin ich all des Unzulänglichen müde,das durchaus Ereigniss sein soll! Ach, wie bin ich derDichter müde!
Als Zarathustra so sprach, zürnte ihm sein Jünger,aber er schwieg. Und auch Zarathustra schwieg; undsein Auge hatte sich nach Innen gekehrt, gleich alsob es in weite Fernen sähe. Endlich seufzte er undholte. Athem.
Ich bin von Heute und Ehedem, sagte er dann;aber Etwas ist in mir, das ist von Morgen und Über-morgen und Einstmals.
Ich wurde der Dichter müde, der alten und derneuen: Oberflächliche sind sie mir Alle und seichte
Meere.
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