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Also sprach Zarathustra : ein Buch für alle und keinen
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Dichter zuviel lügen? Aber auch Zarathustra ist einDichter.

Glaubst du nun, dass er hier die Wahrheit redete?Warum glaubst du das?

Der Jünger antwortete:ich glaube an Zarathustra.

Aber Zarathustra schüttelte den Kopf und lächelte.

Der Glaube macht mich nicht selig, sagte er, zu-mal nicht der Glaube an mich.

Aber gesetzt, dass Jemand allen Ernstes sagte,die Dichter lügen zuviel: so hat er Recht, wirlügen zuviel.

Wir wissen auch zu wenig und sind schlechteLerner: so müssen wir schon lügen.

Und wer von uns Dichtern hätte nicht seinen Weinverfälscht? Manch giftiger Mischmasch geschah in un-sern Kellern, manches Unbeschreibliche ward da gethan.

Und weil wir wenig wissen, so gefallen uns vonHerzen die geistig Armen, sonderlich wenn es jungeWeibchen sind!

Und selbst nach den Dingen sind wir noch be-gehrlich, die sich die alten Weibchen Abends erzählen.

Das heissen wir selber an uns das Ewig-Weibliche.

Und als ob es einen besondren geheimen Zugangzum Wissen gäbe, der sich Denen verschütte, welcheEtwas lernen: so glauben wir an das Volk und seineWeisheit.

Das aber glauben alle Dichter: dass wer im Graseoder an einsamen Gehängen liegend die Ohren spitze,Etwas von den Dingen erfahre, die zwischen Himmelund Erde sind.

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