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Also sprach Zarathustra : ein Buch für alle und keinen
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Befehlen; und stets, wenn es befiehlt, wagt das Leben-dige sich selber dran.

Ja noch, wenn es sich selber befiehlt: auch da nochmuss es sein Befehlen büssen. Seinem eignen Gesetzemuss es Richter und Rächer und Opfer werden.

Wie geschieht diess doch! so fragte ich mich. Wasüberredet das Lebendige, dass es gehorcht und befiehltund befehlend noch Gehorsam übt?

Hört mir nun mein Wort, ihr Weisesten! Prüft esernstlich, ob ich dem Leben selber ins LIerz kroch, undbis in die Wurzeln seines Herzens!

Wo ich Lebendiges fand, da fand ich Willen zurMacht; und noch im Willen des Dienenden fand ichden Willen, LIerr zu sein.

Dass dem Stärkeren diene das Schwächere, dazuüberredet es sein Wille, der über noch SchwächeresHerr sein will: dieser Lust allein mag es nicht entrathen.

Und wie das Kleinere sich dem Grösseren hingiebt,dass es Lust und Macht am Kleinsten habe: also giebtsich auch das Grösste noch hin und setzt um der Machtwillen das Leben dran.

Das ist die Hingebung des Grössten, dass es Wag-niss ist und Gefahr, und um den Tod ein AVürfelspielen.

Und wo Opferung und Dienste und Liebesblickesind: auch da ist Wille, Herr zu sein. Auf Schleich-wegen schleicht sich da der Schwächere in die Burg undbis ins Herz dem Mächtigeren und stiehlt da Macht.

Und diess Geheimniss redete das Leben selber zumir:Siehe, sprach es, ich bin Das, was sich immerselber überwinden muss.

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