ihr doch mein Ewiges kurz, wie ein Ton zerbricht inkalter Nacht! Kaum als Auf blinken göttlicher Augenkam es mir nur, — als Augenblick!
Also sprach zur guten Stunde einst meine Rein-heit: „göttlich sollen mir alle Wesen sein.“
Da überfielt ihr mich mit schmutzigen Gespenstern;ach, wohin floh nun jene gute Stunde!
„Alle Tage sollen mir heilig sein“ — so redeteeinst die Weisheit meiner Jugend: wahrlich, einer fröh-lichen Weisheit Rede!
Aber da stahlt ihr Feinde mir meine Nächte undverkauftet sie zu schlafloser Qual: ach, wohin floh nunjene fröhliche Weisheit?
Einst begehrte ich nach glücklichen Vogelzeichen: daführtet ihr mir ein Eulen-Unthier über den Weg, einwidriges. Ach, wohin floh da meine zärtliche Begierde?
Allem Ekel gelobte ich einst zu entsagen: da ver-wandeltet ihr meine Nahen und Nächsten in Eiterbeulen.Ach, wohin floh da mein edelstes Gelöbniss?
Als Blinder gieng ich einst selige Wege: da warftihr Unflath auf den Weg des Blinden: und nun ekeltihn des alten Blinden-Fusssteigs.
Und als ich mein Schwerstes that und meinerÜberwindungen Sieg feierte: da machtet ihr Die, welchemich liebten, Schrein, ich thue ihnen am wehesten.
Wahrlich, das war immer euer Thun: ihr vergälltetmir meinen besten Honig und den Fleiss meiner bestenBienen.
Meiner Mildthätigkeit sandtet ihr immer die frech-sten Bettler zu; um mein Mitleiden drängtet ihr immer