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Wahrlich, am hellen Tage schlief er mir ein, derTagedieb! Haschte er wohl zu viel nach Schmetterlingen?
Zürnt mir nicht, ihr schönen Tanzenden, wenn ichden kleinen Gott ein Wenig züchtige! Schreien wirder wohl und weinen, — aber zum Lachen ist er nochim Weinen!
Und mit Thränen im Auge soll er euch um einenTanz bitten; und ich selber will ein Lied zu seinemTanze singen:
' Ein Tanz- und Spottlied auf den Geist der Schwere,meinen allerhöchsten grossmächtigsten Teufel, von demsie sagen, dass er „der Herr der Welt“ sei.“ —
Und diess ist das Lied, welches Zarathustra sang,als Cupido und die Mädchen zusammen tanzten:
Tn dein Auge schaute ich jüngst, oh Leben! Undin’s Unergründliche schien ich mir da zu sinken.
Aber du zogst mich mit goldner Angel heraus;spöttisch lachtest du, als ich dich unergründlich nannte.
„So geht die Rede aller Fische, sprachst du; wassie nicht ergründen, ist unergründlich.
Aber veränderlich bin ich nur und wild und inAllem ein Weib, und kein tugendhaftes:
Ob ich schon euch Männern „die Tiefe“ heisseoder „die Treue“, „die Ewige“, „die Geheimnissvolle“.
Doch ihr Männer beschenkt uns stets mit deneignen Tugenden — ach, ihr Tugendhaften!“
Also lachte sie, die Unglaubliche; aber ich glaubeihr niemals und ihrem Lachen, wenn sie bös von sichselber spricht.
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