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Das Tanzlied.
Eines Abends gieng Zarathustra mit seinen Jüngerndurch den Wald; und als er nach einem Brunnen suchte,siehe, da kam er auf eine grüne Wiese, die von Bäumenund Gebüsch still umstanden war: auf der tanzten Mäd-chen mit einander. Sobald die Mädchen Zarathustraerkannten, liessen sie vom Tanze ab; Zarathustra abertrat mit freundlicher Gebärde zu ihnen und sprach dieseWorte:
„Lasst vom Tanze nicht ab, ihr lieblichen Mädchen!
Kein Spielverderber kam zu euch mit bösem Blick,kein Mädchen-Feind.
Gottes Fürsprecher bin ich vor dem Teufel: deraber ist der Geist der Schwere. Wie sollte ich, ihrLeichten, göttlichen Tänzen feind sein? Oder Mädchen-Füssen mit schönen Knöcheln?
Wohl bin ich ein Wald und eine Nacht dunklerBäume: doch wer sich vor meinem Dunkel nicht scheut,der findet auch Rosenhänge unter meinen Cypressen.
Und auch den kleinen Gott findet er wohl, derden Mädchen der liebste ist: neben dem Brunnen liegter, still, mit geschlossenen Augen.
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