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Zu lange sehnte ich mich und schaute in die Ferne.Zu lange gehörte ich der Einsamkeit: so verlernte ichdas Schweigen.
Mund bin ich worden ganz und gar, und Brauseneines Bachs aus hohen Felsen: hinab will ich meineRede stürzen in die Thäler.
Und mag mein Strom der Liebe in Unwegsamesstürzen! Wie sollte ein Strom nicht endlich den Wegzum Meere finden!
Wohl ist ein See in mir, ein einsiedlerischer,selbstgenugsamer; aber mein Strom der Liebe reisstihn mit sich hinab — zum Meere!
Neue Wege gehe ich, eine neue Rede kommt mir;müde wurde ich, gleich allen Schaffenden, der altenZungen. Nicht will mein Geist mehr auf abgelaufnenSohlen wandeln.
Zu langsam läuft mir alles Reden: — in deinenWagen springe ich, Sturm! Und auch dich will ichnoch peitschen mit meiner Bosheit!
Wie ein Schrei und ein Jauchzen will ich überweite Meere hinfahren, bis ich die glückseligen Inselnfinde, wo meine Freunde weilen: —
Und meine Feinde unter ihnen! Wie liebe ich nunJeden, zu dem ich nur reden darf! Auch meine Feindegehören zu meiner Seligkeit.
Und wenn ich auf mein wildestes Pferd steigenwill, so hilft mir mein Speer immer am besten hinauf:der ist meines Fusses allzeit bereiter Diener: —
Der Speer, den ich gegen meine Feinde schleudere!
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