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Also sprach Zarathustra : ein Buch für alle und keinen
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sähe ich darin, sondern eines Teufels Fratze undHohnlachen.

Wahrlich, allzugut verstehe ich des Traumes Zeichenund Mahnung: meine Lehre ist in Gefahr, Unkrautwill Weizen heissen!

Meine Feinde sind mächtig worden und habenmeiner Lehre Bildniss entstellt, also, dass meine Liebstensich der Gaben schämen müssen, die ich ihnen gab.

Verloren giengen mir meine Freunde; die Stundekam mir, meine Verlornen zu suchen!

Mit diesen Worten sprang Zarathustra auf, abernicht wie ein Geängstigter, der nach Luft sucht, sonderneher wie ein Seher und Sänger, welchen der Geistanfällt. Verwundert sahen sein Adler und seine Schlangeauf ihn hin: denn gleich dem Morgenrothe lag einkommendes Glück auf seinem Antlitze.

Was geschah mir doch, meine Thiere? sagteZarathustra. Bin ich nicht verwandelt! Kam mir nichtdie Seligkeit wie ein Sturmwind?

Tlröricht ist mein Glück und Thörichtes wird esreden: zu jung noch ist es so habt Geduld mit ihm!

AVrwundet bin ich von meinem Glücke: alle

Leidenden sollen mir Arzte sein!

Zu meinen Freunden darf ich wieder hinab undauch zu meinen Feinden! Zarathustra darf wieder redenund schenken und Lieben das Liebste thun!

Meine ungeduldige Liebe fliesst über in Strömen,abwärts, nach i)mfgang und Niedergang. Aus schweig-samem Gebirge und Gewittern des Schmerzes rauschtmeine Seele in die Thäler.

V- i

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