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Das Kind mit dem Spiegel.
Hierauf gieng Zarathustra wieder zurück in dasGebirge und in die Einsamkeit seiner Höhle und entzogsich den Menschen: wartend gleich einem Säemann,der seinen Samen ausgeworfen hat. Seine Seele aberwurde voll von Ungeduld und Begierde nach Denen,welche er liebte: denn er hatte ihnen noch Viel zugeben. Diess nämlich ist das Schwerste: aus Liebe dieoffne Hand schliessen und als’ Schenkender die Schambewahren.
Also vergiengen dem Einsamen Monde und Jahre;seine Weisheit aber wuchs und machte ihm Schmerzendurch ihre Fülle.
Eines Morgens aber wachte er schon vor derMorgenrötlie auf, besann sich lange auf seinem Lagerund sprach endlich zu seinem Herzen:
„Was erschrak ich doch so in meinem Traume,dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, daseinen Spiegel trug?
„Oh Zarathustra — sprach das Kind zu mir —schaue Dich an im Spiegel!“
Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ichauf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich
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