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Eine andere sehr wesentliche Frage, ob Apulejus den Kernseiner Erzählung aus Lucian oder Lucius schöpfte, wirdvon dem neu gewonnenen Standpunkte aus zu Gunsten derersten Ansicht entschieden; nach Rohde hat Apulejus den"hoc des Lucian zu Grunde gelegt und um ihn eine un-förmliche Masse von anderswoher entlehnten Schwänken,Hexen-, Gespenster- und Räubergeschichten gehäuft. Esist nicht der Ort, auf die anziehende Untersuchung über dieQuellen des Lucius oder über die literarischen Aouxioi nähereinzugehen; nur sei noch erwähnt, dass in einem Anhängedie Lucianeische Handschriftenfrage mit specieller Be-rücksichtigung des "Ovo? in neue und fruchtbare Gesichts-punkte gerückt wird. — In Summa: Man trifft in dergegenwärtigen gelehrten Welt die glückliche Vereinigungvon gründlichem Wissen, dialectischer Energie und künstleri-schem Geschmack nicht zu oft, um nicht der classischenPhilologie zu dieser neuen Jüngerschaft ausdrücklich zugratuliren. Fy N _
Byk, S. A., Der Hellenismus und der Plato-nismus. Leipzig 1870, Pernitzsch (45 S. 8).
Ebendas. Jahrgang' 1870, No. 37, 3. September, S. 1001 f.
»Das Verhältniss des Hellenismus und Platonismus zueinander ist ein doppeltes. Aehnlich durch die reiche Fülleihrer Gestalten, durch die ewige Existenz und innere Gliede-rung ihrer Potenzen, die gewisse Gebiete mit ihren Unter-abteilungen umfassen, welche hinwiederum für sich be-sondere Kreise bilden usw.« (S. 3.) »Auch er (der platonischeIdealstaat) scheint uns nur die geträumte Vervollkommnungdes bereits bestandenen (sic) griechischen Staates.« (S. 4.)»Die Mythologie kann auf zweierlei Weise behandelt werden.Entweder belauschen wir den Geist in seinem unmittelbarenGestalten und Schaffen, oder wir untersuchen den Inhaltseiner bereits zu Tage geförderten Produkte. Die ersteMethode ist die psychologische, die zweite die meta-phj^sische.« (S. 4.) »Dies vorausgeschickt schreiten wirzur Auseinandersetzung der griechischen Götterlehre.«