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später als echte Münze aus einem biographischen H'and-buche in das andere wanderten. So halten wir die herakli-tische Wassersucht für die freie Erfindung eines Briefstellers,der mit ihr eine kräftige Auslassung gegen Aerzte undArzneikunde motiviren wollte, ja wir glauben im fünftenund sechsten Briefe die urkundlichen Anfänge jener Ge-schichte zu haben, die später unter den beweglichen Händenleichtsinniger Biographen mannigfaltig geformt wurde. Nachdieser Anschauung würde aber die Entstehung jener Briefeder älteren peripatetischen Periode gleichzeitig sein, alswelcher übrigens mit Sicherheit der platonische, mit Wahr-scheinlichkeit der hippokrateisch-demokritische Briefwechselzugeschrieben werden muss. — Aehnlich urtheilen wir überdie Beziehungen Heraldit’s zu Darius, und am wenigstenbeweist gegen dies Urtheil, wenn schon der MagnesierDemetrius sie anerkennt , oder wenn ein Chronolog ausihnen Schlüsse auf die Zeit des Heraklit macht. Der ersteund zweite Brief ist hier die Grundlage des ganzen Geredes. —Vielleicht steckt der Kern eines anderen verlorenen Brief-wechsels, der dem hippokrateisch - demokritischen ähnlichgewesen sein mag, in der Notiz des Laertius IX, 24, dasserst Melissus die Ephesier über die Bedeutung ihres Mit-bürgers aufgeklärt habe; und auch hier würde sich die freieErfindung schon in der chronologischen Ungereimtheit ver-raten. — Dagegen ruht auf festerem Boden, was derMagnesier Demetrius über die Beziehung Athens zu Heraklitsagt; hierfür nämlich bürgt, wie nach zwingenden Ana-logieen behauptet werden darf, die Autorität des DemetriusPhalereus. p r j y
Api3To£svou dpjxovi/wv ra awCopeva. Die harmoni-schen Fragmente des Aristoxenus. Griechischund Deutsch mit kritischem und exegetischem Commentarund einem Anhang, die rhythmischen Fragmente desAristoxenus enthaltend, herausgegeben von Paul Mar-quard. Berlin 1868, Weidmann (XXXVII, 415 S.gr. 8).
Ebendas. S. 145 f.
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