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17 : Abt. 3, Philologica ; Bd. 1 (1910) Gedrucktes und Ungedrucktes aus den Jahren 1866 - 1877
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aber hätten wir gewünscht, dass die jener Classe entzogeneTheilnahme dem ausgezeichneten Mutinensis (A) geschenktund eine neue Collation dieser durch Imm. Bekkers zwei-malige Bemühung nicht ausgeschöpften Handschrift gebotenworden wäre. Aeussern wir gleich noch ein paar andereWünsche. Die Einleitung von vier Seiten hätte vielleichtzum Nutzen des Lesers und gewiss zur Bequemlichkeit desAutors auf einige Zeilen zusammengedrängt werden können.Ebenfalls vermögen wir den Inhalt der Addenda nicht mitihrem Titel zu reimen. Für die Constitution des theognidei-schen Textes wäre es nutzbringend gewesen, die von Renneraufgestellten dialektologischen Forderungen durchweg geltendzu machen; ihnen gegenüber schützt sich Ziegler mit demhölzernen Schilde der handschriftlichen Tradition.

Fr. N.

Bernays, Jakob, Die Heraklitischen Briefe.Ein Beitrag zur philosophischen und religionsgeschicht-lichen Literatur. Berlin 1869, Hertz (2 Bll., 159 S. gr. 8).

Ebendas. S. 145.

ln der feinfühligen Manier, die jede Schrift dieses Ver-fassers auszeichnet, wird hier die bisher völlig überseheneBriefmasse Heraklits als Denkmal bestimmter und be-deutender Geistesströmungen ausgedeutet, womit ein fühl-barer Anstoss gegeben ist, einen ganzen Literaturzweig,dem mancherlei abgewonnen werden kann, aus tieferFinsterniss ans Licht zu heben. Jene Briefe, Ausgeburtensehr verschiedener Zeiten und Richtungen, verrathen balddie Hand des Stoikers, dem das Buch Heraklits alskanonisch gilt, und der mit Leichtigkeit heraklitische Wen-dungen und Gedankengänge einflicht, bald die Tendenzchristlich-jüdischer Kreise, die unter der schützenden Maskedes ephesischen Denkers gegen heidnische Missstände sichereifern. Ergänzungshalber sei hier noch auf einen Gesichts-punkt hingewiesen, unter dem die pseudepigraphische Brief-literatur eine besondere Bedeutung gewinnt. In ihr nämlichliegen die Wurzeln zahlreicher persönlicher Notizen, die