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und hier ist sie 1866 vom Verfasser mit den Spalletti’schenTafeln verglichen worden. Das Ergebniss ist überraschend:es beweist nämlich, dass die Vorgänger Rose’s nicht richtiglesen konnten und eine Menge irriger, ja geradezu verderb-licher Lesarten veranlasst oder in Umlauf gesetzt haben.Dies gilt z. B. von der Überschrift des zweiten Gedichtesxoo ccoxoö ßaatXixov, an deren Stelle bisher xoö aüxoö BaaiXtouedirt wurde: Worte, aus denen man auf einen Anacreonteen-dichter Basilius schloss, während unsere sujiirooiaxA fjjj.tau.ßiazu keiner Zeit des Alterthums auf einen anderen Namen alsden des Anacreon gehört haben und als dessen Eigenthumwahrscheinlich schon in das alexandrinische corpus auf-genommen worden sind. Durch geschickte Ausbeutung derUeberlieferung und durch zahlreiche glückliche Emendationenhat Rose an mehr als hundert Stellen dem Texte auf-geholfen, wogegen ein paar misslungene Sprünge nicht inBetracht kommen. Zum Schluss edirt er unter dem TitelAnacreon monachus ein »dictamen pulchrum de curis astro-logicis«. — An die ungesellige, ja ascetische Form derRose’sehen Gelehrsamkeit, an die beharrliche Verleugnungdes »Fleisches« in seinen Schriften, an das »härene Gewand«seines lateinischen Stiles sind wir bereits gewöhnt; wärenwir es nicht, so würden wir den Wunsch aussprechen, dassso ausgezeichnete Gaben uns in adäquater Form und mitfreundlicher Miene überreicht werden möchten. Aber derRose’sche Satz »sibi quisque scribit« (Arist. pseudepigr.p. 717) hat allerdings seine Consequenzen. p nr
Nits .sehe, Rieh., quaestionum Eudocianarum capitaquatuor. Leipziger Doctordissertation. Altenburg 1868(46 S. 8).
Ebendas. No. 48, 21. November, S. 1309.
Der Verfasser der vorliegenden Dissertation hat dasVerdienst, auf einem abgelegenen Felde mehrere unverwerf-liche Bausteine mit geschickter Hand zusammengebrachtzu haben, ohne dass es ihm gelungen wäre, durch eine nach