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allen Seiten hin Licht werfende Hypothese sein gewonnenesMaterial zu verwerthen. Im Gegensatz zu den traditionellenAnschauungen, die auch der Verfasser vertritt, ist für unsjenes Violarium kaum seiner Hälfte nach wirklich aus derFeder der kaiserlichen Frau geflossen; die grössere Massehat ein Gelehrter des 15. oder 16. Jahrhunderts aus seinenBüchervorräthen interpolirt, so dass es Niemand mehrräthselhaft erscheinen wird, wenn wir eine überraschendeTextverwandtschaft in den ältesten Drucken und jenenStücken entdecken, welche aus Philostrat, Laertius undanderswoher entnommen und in das Violarium hinein-gearbeitet sind. Der Ueberarbeiter, der einmal treuherzigauch seinen Lehrer, einen uns bekannten Gelehrten des15. Jahrhunderts, nennt, hat offenbar auch aus einem altenDruck des Suidas die vitae interpolirt und damit denSchein erweckt, als ob die Kaiserin, ihrer Zeit nach derdes Suidas so benachbart, ein ganz verderbtes Exemplarjenes Lexikons benutzt habe: als welchem Scheine der Ver-fasser verfallen ist. Vielmehr ist auch bis jetzt noch nichtausgemacht, dass Eudocia wirklich den Suidas gekannthabe; denn, da sie ihn offenbar zu ihrem mythologischenTheile, wo sie ihn benutzen konnte, nie benutzt hat, dievitae aber, bei aller ihrer Uebereinstimmung mit Suidas, dochihre eigenthümlichen Züge und Zusätze haben, die wederder Eudocia noch gar einem späteren Byzantinerthum zu-getraut werden dürfen und die auf eine auch von Suidasbald ausführlicher, bald knapper ausgeschriebene QuelleEinfuhren: so hat selbst das Hauptargument des Verfassersnicht die durchschlagende Wirkung, die- er voraussetzt.Auch dem Referenten ist es seit längerer Zeit klar, dass dasGesetz der dvrtatoixG- sich in den vitae der wirklich vonEudocia behandelten und in Reih und Glied gestelltenRhetoren, Philosophen, Dichter u. s. w. wiederfindet,während der Ueberarbeiter durch seine dazwischen ge-worfenen, aus Philostrat, Laertius und Nonnus excerpirtenvitae jenes Arrangement verdeckt hat. Unsere Folgerungdaraus ist die, dass sowohl Suidas als Eudocia das anti-stoichische Princip aus Hesychius Milesius überkamen: da