Druckschrift 
17 : Abt. 3, Philologica ; Bd. 1 (1910) Gedrucktes und Ungedrucktes aus den Jahren 1866 - 1877
Entstehung
Seite
278
Einzelbild herunterladen
 

278

acrimonia senis, die Waffen gegen das »willkürliche undunkritische Treiben, mit dem sich Dieser und Jenernamentlich in der jüngsten Zeit an der Theogonie vergriffenhat« (vgl. S. V f.). In dieser energischen und ausführlichenPolemik ruht vornehmlich der Werth dieses Buches: ob-schon wir auch an der reinlichen Darlegung der Schömann-schen Hypothese (Einleitung S. 1—32) sowie an dem sorg-fältig gearbeiteten wesentlich mythologischen Commentar(S. 83—308) unsere Freude haben. Dass uns der etymologischeStandpunkt des Verfassers hier und da etwas alterthümlichanmuthet, sei im Vorübergehen bemerkt: dessgleichen, dassder Text (S. 39—80) zwar mit bedächtigen kritischen Be-merkungen versehen ist, aber keine Spur eines Apparatesaufweist. Auf die Gefahr hin, von Schümann scheel an-gesehen zu werden (vgl. S. 35), ersuchen wir Köchly oderGottfried Kinkel jun. in Zürich, mit einer Veröffentlichungdes hesiodischen Apparates nicht länger zu zögern.

Fr. N.

Anacreontis Teii quae vocantur I’ujxiroaiaxa Juiaußia. Exanthologiae Palatinae vol. II nunc Parisiensi post Henr.Stephanum et Jos. Spalletti tertium edita a Val. Rose.Leipzig 1868, Teubner (XXIV, 70 S. 12).

Ebendas. No. 45, 31. Oktober, S. 1224.

Endlich wird es in der Handschriftenfrage der Ana-creonteen Licht, über die H. Stephanus selbst ein künstlichesDunkel verbreitet hat. Nach den vorliegenden Erörterungenaber steht es fest, dass alles, was er über einen uraltencodex cor'ticeus sowie de antiqui libri tegmine munkelt, indas Gebiet jener kleinen Mystificationen gehört, die er inmaiorem sui gloriam in Scene zu setzen liebte: während ereben keine andere Handschrift gekannt und benutzt hat alsdiejenige, welche auch für uns die einzige ist, und derenSchicksale Rose mit bewunderungswerthem Spürsinn bis indie Zeit hinein verfolgt, wo sie in den Besitz des gelehrtenEngländers John Clement kam. Gegenwärtig hat sie nachlangem Herumwandern in Paris ihre Ruhestätte gefunden,