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die über das Haupt des Knaben hinläuft, nicht etwa imKasten, sondern um den Kasten und somit auch über dasHaar des Knaben weg fliesst. Diese Nacht im Kastennennt Danae die »erzumnagelte« Nacht, im Gegensatz zuder natürlichen: und in dieser Dunkelheit ist ihr Perseusdas leuchtende Gestirn, ihre Hoffnung, ihr Glück. —Wessen wir uns überhaupt in diesem Gedichte zu versehenhaben, das deutet uns gewissermassen Dionysius mit diesenWorten an: ‘svsaxi xe xal xpouixäiv zcu £svu>v x«l yXtoxxTj-jxaxtxtüv xocl xuiv aXXeuv xwv itowjxtxäiv ovopidxtuv [xivovxcnvsv xotc Trot^p.acii, irr^osv rjxxov auxa cpaivsaftat Xoytü TrapaTrX-iijai«.’Wie sich die Alten den Kasten der Danae vorstellten,nämlich vollständig geschlossen 4 ), das zeigt ein Vasen-gemälde, das zuerst veröffentlicht wurde im Bullet, d. J.archeol. 1845 p. 214—18 (besprochen von Welcher im Rhein.Mus. N. F. X S. 235 f.). »Der Zimmermann — jetzt be-stimmt, den Deckel zu verschließen, sobald Danae mitihrem Sohn darunter eingesargt sein wird — setzt mit derLinken einen länglich viereckigen Stöpsel mit einemschmäleren Ende auf den Kasten und hält daran mit derRechten, wie anpassend, einen unten und oben zugeschnittenenStab, fast von der ganzen Länge der Breite des Kastens,etwas schräg über diesen hin. Es muss dies, obgleich derMechanismus selbst unbekannt ist, eine Art festen Ver-schlusses bedeuten durch eine der nicht seltenen Anti-cipationen, indem der Augenblick so nah ist, wo Danaein den Kasten gebracht und der Deckel über sie gedecktsein wird.« —
Schliesslich habe ich noch ein paar Bemerkungen zuV. 12 zu machen, der bei Bergk so lautet: Tropcpupsa xsip.svoc
4 ) Wer in diesem ‘XcSjmisi;’ eine Anspielung- auf die dämonischeNatur des Perseus als ‘eroe solare’ finden will, der sei an eine ähn-liche Ausdeutung des Balles erinnert, den der kleine Perseus auf demangeführten Vasengemälde in der Hand hält, unbekümmert um dieLeiden der Mutter und die bevorstehenden Schicksale. Wir aberglauben mit Welcker, daß dem Künstler ebenso wohl wie dem DichterUnrecht geschieht, wenn man ihm eine Geistesthätigkeit zutraut, wiesie zur Erfindung eines Rebus erforderlich ist.
Nietzsche» Werke. III. Abth., Bd. XVII. (Philologica I.) 5