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17 : Abt. 3, Philologica ; Bd. 1 (1910) Gedrucktes und Ungedrucktes aus den Jahren 1866 - 1877
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Danae ist eine vorbildliche Person: deshalb erzählt Simonidesihr Schicksal. Man vergleiche das Fragment 36, gleich-falls aus einem flpvjvoc, das deutlich ein vorbildliches Bei-spiel aus der Mythenwelt einleitet. Unser modernes Ge-fühl freilich möchte gern dies Danaelied als ein Ganzes,als eine hellenische Romanze oder ein heroisches ßauxa'Lr ( [xabetrachten; aber dies Gefühl kann nur wünschen, nicht be-weisen, und gerade in diesem Falle hat es die historischeErkenntniss gegen sich. Das griechische Alterthum kanntedie melische Romanze nicht 1 ).

Nur wenn das Danaelied eine selbständige Einheit wäre,würde die Erklärung der Dionysiusstelle geboten sein,die bis jetzt, als ob sie die allein mögliche wäre, von denInterpreten vorausgesetzt worden ist. Alle nämlich gehendavon aus, daß, wenn Dionysius von Strophe, Antistropheund Epode spricht, er dabei die ganze, vollständige, fertigeStrophe meine. Deshalb nur zweifeln Schneidewin, Bergkund Ahrens an der Aufdeckung der Responsion, weil sieeine ganze Strophe suchen, der eine Antistrophe ent-sprechen soll. Nun ist aber sehr wohl denkbar, daß Dio-nysius nur das letzte Stück der Strophe, aber dieganze Antistrophe sammt Epode mit den Worten ouyaufxßaXstv oute aTpoorjv oute dv Ticrrpotpov out ircmSdv bezeichnethabe. Man erinnere sich eben nur, dass das Gedicht auseinem größeren Ganzen herausgenommen ist, dass aber einmythisches Beispiel sicher erst eingeleitet werden musste, dassz. B. auch der Name der Danae erst genannt werden musste,ehe unser erhaltenes Lied eine Stelle haben konnte. Viel-leicht macht das, was ich will, am schnellsten deutlich,wenn ich einmal ein Stück Horaz so schreibe, wie Dionysiussein Gedicht schrieb:

o quae fontibus integris gaudet,

apricos necte flores,

necte meo Lamiae coronam,

Pimplea dulcis.

) Ob die römische oder überhaupt die alexandrinische Periode?Man denke an das einzig dastehende carmen XV libri I des Horaz.