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Boissonade praef. ad poet. gr. gnomicos 1825 den um-gekehrten Schluss.
Nachdem wir also die dem Theognis feindliche Be-merkung als dem Suidas angehörig erkanftt haben, be-trachten wir die Hauptnotiz, die er also aus Hesychius ab-schrieb. In ihr ist eine unleugbare oixxoypacpfa, wie diesauch alle Gelehrten, die diese Stelle behandelten, an-genommen haben. Was zuerst yvd>p.a? oi’ sXsysiocc ef? girr, [Wgenannt wird, ist identisch mit yviupoKoyia irpö; Kupvov x&vauxou sptupsvov zal sxepai uTroÜTjxat -apaivsxixai. Bloss dieNamen sind vertauscht: das Bezeichnete ist in beidenStellen dasselbe. Offenbar verschmolz Suidas zwei unter-einander stehende Notizen, was er ja in unzähligen Fällengethan hat. Um also den Hesychiusartikel wiederher-zustellen, müssen wir davon ausgehen, dass in ihm zweiArtikel über Theognis auf einander folgten. Auch schondie verschiedene Ausdrucksweise 81 ’ sXsystac und oi’ sXgysttuvfür dasselbe, »in Distichen« kann unmöglich in dieserschnellen Aufeinanderfolge aus einer Feder geflossen sein.
Zu demselben Resultat kommen wir auf einem andernWege. Eudocia behandelt wirklich Theognis in zwei Artikeln.Doch sie schrieb Suidas nur ab ■ so ist wenigstens das ver-breitete Vorurtheil. Neuerdings aber haben zwei Gelehrtesich gegen dasselbe erklärt, M. Schmidt im Didym. p. 392und in der Recension des Bernhardy’schen Suidas Fleck-eisen’s Jahrb. Bd. 71 (1855) S. 474 und Val. Rose de Arist.libr. ordine p. 50.
Wenn zwei Werke ungefähr gleicher Zeit grössereStücke gemeinsam haben, so sind zunächst zwei Möglich-keiten gleichberechtigt: entweder hat das eine aus demandern geschöpft oder beide haben dasselbe dritte Buchausgeschrieben. So steht es mit Suidas und Eudocia. Dassletztere den ersteren ausgeschrieben habe, ist ebensowenigbewiesen, wie die gemeinsame Benutzung derselben Quelle,des Hesychius: möglich aber ist beides. Daraus, dassEudocia die Artikel durchschnittlich etwas kürzer fasst alsSuidas, folgt nichts für die erste Möglichkeit: sie könnteja excerpirt haben, während Suidas wörtlich abschrieb.