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bestimmte. Wir können drei Arten von ihnen unter-scheiden: 1. unveränderte Wiederholungen, 2. leicht ver-änderte, d. h. solche, in denen der Hauptgedanke selbstnicht angetastet ist, sondern nur die Folge der Worte um-gedreht und einzelne neue Wendungen eingereiht sind,3. gedanklich veränderte. Die beiden Hauptfragen sindnun: 1. sind die Wiederholungen einer be-
stimmten Absicht des Redactors zuzuschreiben?2. sind diese Veränderungen in den Wieder-holungen ebenfalls ein Werk des Redactors?
Man kann sich eine Menge von Fällen vorstelligmachen, die diese Wiederholungen erklären. Weiss mandoch gar nicht, was dem Redactor unserer Sammlung vor-lag, welches Princip er beim Ordnen der Sammlung an-wandte und dergleichen. Nur ein Fall ist im Voraus ab-zuweisen : von Ueberarbeitern der Redaction können dieWiederholungen nicht herrühren, denn wenn es solche gab,so war es sicherlich ihr Bemühen, etwas Neues in denText einzutragen, nicht aber etwas schon Dagewesenes.Etwas Neues waren aber diese Verse trotz der Verände-rungen nicht.
Dem Redactor müssen wir die Wiederholungen jeden-falls zuschieben. Dass er nur aus Vergesslichkeit wieder-holte, das ist bei der geringen Grösse der Sammlung un-wahrscheinlich. Sodann aber würde dies die oft starkenVeränderungen nicht erklären, denn wenn er aus Ver-gesslichkeit noch einmal in seine Sammlung einschrieb,was schon darin stand, so müsste die Wiederholung bisaufs Wort der ersten Stelle gleichen. Nimmt man an, derRedactor habe mehrere Gnomologien vor sich gehabt unddiese hinter einander abgeschrieben, unbesorgt, ob dasselbeFragment zweimal in seine Sammlung kam, so wäre hier-mit sowohl Wiederholung wie Veränderung hinreichenderklärt. Unsere Sammlung wäre dann ein Aggregat vonGnomologien und müsste wieder in ihre ursprünglichenTheile zerlegbar sein. Da V. 210 nach V. 332 wiederholtwird, müsste zwischen 210 und 332 eine neue Gnomologiebegonnen haben. Ebenso zwischen 1096 und 1160, da