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aufgesammelt ist, so strahlt die Instinkt-Kraft dieser ein-verleibten Tugend auch noch in’s Geistigste aus — undjenes Phänomen wird sichtbar, das wir intellektuelleRechtschaffenheit nennen. Dasselbe ist sehr selten:es fehlt bei den Philosophen.
Man kann die Wissenschaftlichkeit oder, moralischausgedrückt, die intellektuelle Rechtschaffenheiteines Denkers, seine Instinkt gewordene Feinheit,Tapferkeit, Vorsicht, Mässigung, die sich in’s Geistigstenoch übersetzt, auf eine Goldwage legen: man macheihn Moral reden ... und die berühmtesten Philosophenzeigen dann, dass ihre Wissenschaftlichkeit nur ersteine bewusste Sache, ein Ansatz, ein „guter Wille“,eine Mühsal ist — und dass eben im Augenblick, woihr Instinkt zu reden beginnt, wo sie moralisiren, es zuEnde ist mit der Zucht und Feinheit ihres Gewissens.
Die Wissenschaftlichkeit: ob blosse Dressur undAussenseite, oder Endresultat einer langen Zucht undMoral-Übung: — im ersten Falle vikarirt sie sofort,wenn der Instinkt redet (z. B. der religiöse oder der Pflicht-begriff s-Instinkt); im andern Falle steht sie an Stelledieser Instinkte und lässt sie nicht mehr zu, empfindetsie als Unsauberkeit und Verführungen . . .
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Causalität.
Warum bin ich so und so? Der unsinnige Gedanke,für sein Dasein, auch für sein So- und So-sein selbst freiwählend sich zu denken. Hintergrund: die Forderung,es müsste ein Wesen geben, welches ein sich selbstverachtendes Geschöpf, wie ich es bin, am Entstehenverhindert hätte. Sich als Gegenargument gegen Gottfühlen. —