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16 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 8 (1911) Der Wille zur Macht : drittes und viertes Buch
Entstehung
Seite
410
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1076.

Gegen beide Behauptungen „es kann das Gleichenur vom Gleichen erkannt werden“ und „es kann dasGleiche nur vom Ungleichen erkannt werden“ — umwelche schon im Alterthum ein Kampf von Jahrhundertengekämpft worden ist — lässt sich heute einwenden, voneinem strengen und vorsichtigen Begriff des Erkennensaus: es kann gar nicht erkannt werden — und zwarebendeshalb, weil das Gleiche nicht das Gleiche erkennenkann, und weil ebensowenig das Gleiche vom Ungleichenerkannt werden kann. —

1077.

Zur Psychologie der Macht.

Die Aristokratie im Leibe, die Mehrheit der Herrschen-den (Kampf der Genialen?).

Die Sklaverei in der Arbeitstheilung: der höhereTypus nur möglich durch Herunterdrückungeines niederen auf eine Funktion.

Lust und Schmerz kein Gegensatz. Das Gefühl derMacht.

Ernährung nur eine Consequenz der unersättlichenAneignung, des Willens zur Macht.

Die Zeugung, der Zerfall eintretend bei der Ohn-macht der herrschenden Zellen das Angeeignetezu organisiren.

Die gestaltende Kraft ist es, die einen neuen „Werth“(noch mehr „Kraft“) vorräthig haben will. DasMeisterstück des Aufbaues eines Organismus ausdem Ei.