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16 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 8 (1911) Der Wille zur Macht : drittes und viertes Buch
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und Werth-Ungleichheit von Mensch und Mensch wussten,sich aus ihren dionysischen Erfahrungen zu deuten suchten:hier ist für alles Griechische die grosse Tiefe, das grosseSchweigen, man kennt die Griechen nicht, solange hier der verborgene unterirdische Zugang nochverschüttet liegt. Zudringliche Gelehrten-Augen werdenniemals etwas in diesen Dingen sehen, so viel Gelehrsam-keit auch im Dienste jener Ausgrabung noch verwendetwerden muss; selbst der edle Eifer solcher Freundedes Alterthums, wie Goethes und Winckelmanns, hatgerade hier etwas Unerlaubtes, fast Unbescheidenes.Warten und sich-vorbereiten; das Aufspringen neuerQuellen abwarten; in der Einsamkeit sich auf fremdeGesichte und Stimmen vorbereiten; vom Jahrmarkts-Staube und -Lärm dieser Zeit seine Seele immer reinerwaschen; alles Christliche durch ein Überchristlichesüberwinden und nicht nur von sich abthun denndie christliche Lehre war die Gegenlehre gegen diedionysische; den Süden in sich wieder entdeckenund einen hellen glänzenden geheimnissvollen Himmeldes Südens über sich aufspannen; die südliche Gesund-heit und verborgene Mächtigkeit der Seele sich wiedererobern; Schritt vor Schritt umfänglicher werden, über-nationaler, europäischer, übereuropäischer, morgenländi-scher, endlich griechischer denn das Griechische wardie erste grosse Bindung und Synthesis alles Morgen-ländischen und eben damit der Anfang der europäischenSeele, die Entdeckung unsrerneuen Welt: werunter solchen Imperativen lebt, wer weiss, was Demeines Tages begegnen kann? Vielleicht eben einneuer Tag!