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Die zwei Typen: Dionysos und der Gekreu-zigte. — Festzustellen: ob der typische religiöse Menscheine de'cadence-Form ist (die grossen Neuerer sind sammtund sonders krankhaft und epileptisch); aber lassen wirnicht da einen Typus des religiösen Menschen aus, denheidnischen? Ist der heidnische Cult nicht eine Formder Danksagung und der Bejahung des Lebens? Müsstenicht sein höchster Repräsentant eine Apologie und Ver-göttlichung des Lebens sein? Typus eines wöhlgerathenenund entzückt-überströmenden Geistes! Typus eines dieWidersprüche und Fragwürdigkeiten des Daseins in sichhineinnehmenden und erlösenden Geistes!
Hierher stelle ich den Dionysos der Griechen: diereligiöse Bejahung des Lebens, des ganzen, nicht ver-leugn eten und halbirten Lebens; (typisch — dass derGeschlechtsakt Tiefe, Geheimniss, Ehrfurcht erweckt).
Dionysos gegen den „Gekreuzigten“: da habt ihrden Gegensatz. Es ist nicht eine Differenz hinsichtlichdes Martyriums, — nur hat dasselbe einen anderen Sinn.
>en selbst, seine ewige Fruchtbarkeit und Wieder- "|
dingt die Qual, die Zerstörung, den Willentung. Im andern Falle gilt das Leiden,„Bekreuzigte als der Unschuldige“, als Einwand gegendieses Leben, als Formel seiner Verurtheilung. — Manerräth: das Problem ist das vom Sinn des Leidens: obein christlicher Sinn, ob ein tragischer Sinn. Im erstenFalle soll es der Weg sein zu einem heiligen Sein; imletzteren Fall gilt das Sein als heilig genug, umein Ungeheures von Leid noch zu rechtfertigen. Dertragische Mensch bejaht noch das herbste Leiden: er iststark, voll, vergöttlichend genug dazu; der christliche ver-