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16 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 8 (1911) Der Wille zur Macht : drittes und viertes Buch
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Asket dermissrathene Mensch ist, welcher nur einEtwas an sich, und gerade das richtende und verur-teilende Etwas, gut heisst undGott heisst. Vonjener Höhe der Freude, wo der Mensch sich selber undsich ganz und gar als eine vergöttlichte Form und Selbst-Rechtfertigung der Natur fühlt, bis hinab zu der Freudegesunder Bauern und gesunder Halbmensch-Thiere: dieseganze lange ungeheure Licht- und Farbenleiter des Glücksnannte der Grieche, nicht ohne die dankbaren SchauderDessen, der in ein Geheimniss eingeweiht ist, nicht ohneviele Vorsicht und fromme Schweigsamkeit mit demGötternamen: Dionysos. Was wissen denn alleneueren Menschen, die Kinder einer brüchigen, vielfachen,kranken, seltsamen Zeit, von dem Umfange des grie-chischen Glücks, was könnten sie davon wissen! Wohernähmen gar die Sklaven dermodernen Ideen einRecht zu dionysischen Feiern!

Als der griechische Leib und die griechische Seeleblühte, und nicht etwa in Zuständen krankhafter Über-schwänglichkeit und Tollheit, entstand 'jenes geheimniss-reiche Symbol der höchsten bisher auf Erden erreichtenWelt-Bejahung und Daseins-Verklärung. Hier ist einMaassstab gegeben, an dem Alles, was seitdem wuchs,als zu kurz, zu arm, zu eng befunden wird: manspreche nur das WortDionysos vor den besten neuerenNamen und Dingen aus, vor Goethe etwa, oder vorBeethoven, oder vor Shakespeare, oder vor Raffael: undauf Einmal fühlen wir unsere besten Dinge und Augen-blicke gerichtet. Dionysos ist ein Richter! Hatman mich verstanden? Es ist kein Zweifel, dass dieGriechen die letzten Geheimnissevom Schicksal derSeele und Alles, was sie über die Erziehung und Läu-terung, vor Allem über die unverrückbare Rangordnung