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16 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 8 (1911) Der Wille zur Macht : drittes und viertes Buch
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5) Man muss das künstlerische Grundphänomenverstehen, welchesLeben heisst, den bauendenGeist, der unter den ungünstigsten Umständen baut:auf die langsamste Weise Der Beweis füralle seine Combinationen muss erst neu gegeben werden:es erhält sich.

1047.

Die Geschlechtlichkeit, die Herrschsucht, die Lust amSchein und am Betrügen, die grosse freudige Dankbar-keit für das Leben und seine typischen Zustände dasist am heidnischen Cultus wesentlich und hat das guteGewissen auf seiner Seite. Die Unnatur (schon imgriechischen Alterthum) kämpft gegen das Heidnische an,als Moral, Dialektik.

1048.

Eine antimetaphysische Weltbetrachtung ja, abereine artistische.

1049.

Die Täuschung Apollos: die Ewigkeit der

schönen Form; die aristokratische Gesetzgebungso solles immer sein!

Dionysos: Sinnlichkeit und Grausamkeit. Die

Vergänglichkeit könnte ausgelegt werden als Genuss derzeugenden und zerstörenden Kraft, als beständigeSchöpfung.

1050.

Mit dem Wortdionysisch ist ausgedrückt: einDrang zur Einheit, ein Hinausgreifen über Person, All-tag, Gesellschaft, Realität, über den Abgrund des Ver-