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14 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 6 (1904) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
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Wahrlich, diese Guten und Gerechten sind verderblichder Lust am Leben, und nicht nur alten rechtschaffnenGöttern.

Dreierlei soll stets bei uns sein so sagten sieimmer, die Wahrheit, das Geld und die Tugend: alsolieben wir Gott.

Auserwählte sind wir, und auf der Erde die Über-irdischsten.

81.

Der Einsiedler als Versucher.

Wiederkunft gelehrt:ich vergass das Elend.Sein Mitleid nimmt zu. Er sieht, dass die Lehre nichtzu ertragen ist. Höhepunkt: der heilige Mord. Er er-findet die Lehre vom Übermenschen.

Heimkehr: Einkehr beim Einsiedler:Was lehrestdu nicht die Härte? und den Hass gegen das Kleine?

Zarathustra:Das lehre du! Ich bin das nicht mehr!So war ich, als ich zu den Menschen kam. Ich bin zuarm dazu geworden, ich gab Alles fort, auch meineHärte. So denken die Einsiedler:Ich beschwöre dichbei der zuckenden Lippe und der Furche der Qual aufder Stirn, bei dem Lächeln der Sterbenden er weint.So liebe Gott!

Zarathustra:Gott ist todt: und es ist an der Zeit,dass der Übermensch lebe.

Einsam, gottlos, furchtbar, fürchterlich sollZarathustra dem Einsiedler erscheinen: der raubendeLöwe, der Wahn und Willkür im Heiligsten findet.

Der Trost des Heiligen empört Zarathustra; er er-kennt, woher die Schwäche.Wohlan! noch Ein Mal!