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Wahrlich, diese Guten und Gerechten sind verderblichder Lust am Leben, und nicht nur alten rechtschaffnenGöttern.
„Dreierlei soll stets bei uns sein — so sagten sieimmer —, die Wahrheit, das Geld und die Tugend: alsolieben wir Gott.
„Auserwählte sind wir, und auf der Erde die Über-irdischsten.“
81.
Der Einsiedler als Versucher.
„Wiederkunft“ gelehrt: „ich vergass das Elend“.Sein Mitleid nimmt zu. Er sieht, dass die Lehre nichtzu ertragen ist. Höhepunkt: der heilige Mord. Er er-findet die Lehre vom Übermenschen.
Heimkehr: Einkehr beim Einsiedler: „Was lehrestdu nicht die Härte? und den Hass gegen das Kleine?“
Zarathustra: „Das lehre du! Ich bin das nicht mehr!So war ich, als ich zu den Menschen kam. Ich bin zuarm dazu geworden, — ich gab Alles fort, auch meineHärte.“ — So denken die Einsiedler: „Ich beschwöre dichbei der zuckenden Lippe und der Furche der Qual aufder Stirn, bei dem Lächeln der Sterbenden“ — er weint.„So liebe Gott!“
Zarathustra: „Gott ist todt: und es ist an der Zeit,dass der Übermensch lebe.“
Einsam, gottlos, furchtbar, fürchterlich sollZarathustra dem Einsiedler erscheinen: — der raubendeLöwe, der Wahn und Willkür im Heiligsten findet.
Der Trost des Heiligen empört Zarathustra; er er-kennt, woher die Schwäche. „Wohlan! noch Ein Mal!“