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487.
„Worin besteht das grösste Vergnügen der Liebe?“hat man in Gegenwart Baudelaire’s gefragt. Einer ant-wortete: im Empfangen, ein Anderer: im Sich-geben.Dieser sagte: Wollust des Stolzes, Jener: Wollust derDemuth (volupte d’humilite). Alle diese orduriers redetenwie die imitatio Christi. Endlich fand sich ein unver-schämter Utopist, welcher behauptete, das grösste Ver-gnügen der Liebe bestünde darin, Bürger für das Vater-land zu bilden. Moi, je dis: la volupte tmique et supremede l’amour gtt dans la certitude de faire le mal. Etl’homme et la femme savent, de naissance, que dans lemal se trouve toute volupte.
488.
Für das Weib giebt es einen einzigen Ehrenpunkt:dass es glauben muss, mehr zu lieben, als es geliebtwird. Jenseits dieses Punktes beginnt sofort die Prosti-tution.
489.
Die Sinnlichkeit, welche bei kleinen blassen Judenoder Parisern so lächerlich erscheint, und beinahe commeune nevrose —
490.
„In protestantischen Ländern fehlt es an zwei Dingen,die unerlässlich für das Glück eines wohlerzognen Mannessind: la galanterie et la devotion. 11 (Baudelaire.)