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14 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 6 (1904) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
Entstehung
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474 -

Die Weiber sind (obschon die angezüchtete Scham-haftigkeit ihnen selber daraus ein Geheimniss macht) vielsinnlicher als die Männer: für die es zuletzt wichtigereFunctionen giebt als die geschlechtliche. Aber wennsich ein schöner Mann einem Weibe nähert Weibersind überhaupt unfähig, sich ein Verhältniss zwischenMann und Weib zu denken, das nicht eine Spannung derGeschlechtlichkeit mit sich brächte.

475 -

Die Gegensätze sich paarend in Mann und Weibzur Zeugung von etwas Drittem Genesis der Werkedes Genies!

476.

Zum Weibe redet man nicht von Wahrhaftigkeit.Gieb dich, wie du bist bedeutet zum Weibe geredetbeinahe das Gegentheil von Dem, was es als Aufforde-rung an den Mann bedeutet.

477 -

Der Mangel an Philologie: man verwechselt bestän-dig die Erklärung mit dem Text, und was für eineErklärung!

Frauen, stark gerathen, von altem Schrot und Korn,mit dem Temperament einer Kuh, denen selbst Unfällewenig anhaben: aber sie nennen es ihrGottvertrauen! Sie merken Nichts davon, dass ihrGottvertrauennur der Ausdruck ihrer starken und sicheren Gesammt-verfassung ist, eine Formulirung, keine Ursache . . .