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gemuth, zu unchristlich für den lateinischen Geschmacksein mag? — Freilich hat er auch diese Sünde widerdie französische Romantik am Ende wieder quitt zumachen gewusst: der letzte Wagner in seinen alten Tagenist mit seiner Siegfried-Caricatur, ich meine mit seinemParsifal, nicht nur dem romanischen, sondern geradezudem römisch-katholischen Geschmack entgegengekommen:bis er zuletzt gar noch mit einer Kniebeugung vor demKreuze und mit einem nicht unberedten Durste nach„dem Blute des Erlösers“ Abschied genommen hat! Auchvon sich selber! Denn es gehört bei altgewordnen Ro-mantikern zur leidigen Regel, dass sie am Schluss ihresLebens sich selber „verleugnen“ und verkennen und ihrLeben — durchstreichen! —
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Der Rückschluss vom Werk auf den Schöpfer: diefurchtbare Frage, ob die Fülle oder die Entbehrung, derWahnsinn des Entbehrens zum Schaffen drängt: der plötz-liche Blick dafür, dass jedes romantische Ideal eine Selbst-Flucht, eine Selbst-Verachtung und Selbst-VerurtheilungDessen ist, der es erfindet.
Es ist zuletzt eine Sache der Kraft: diese ganzeromantische Kunst könnte von einem überreichen undwillensmächtig-en Künstler ganz in’s Antiromantischeoder — um meine Formel zu brauchen — in’s Diony-sische umgebogen werden: ebenso wie jede Art Pessi-mismus und Nihilismus in der Hand des Stärksten nurein Hammer und Werkzeug mehr wird, mit dem eineneue Treppe zum Glück gebaut wird.
Ich erkannte mit Einem Blick, dass Wagner zwarsein Ziel erreicht, aber nur so wie Napoleon sein Moskau