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14 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 6 (1904) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
Entstehung
Seite
158
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Spielerei seines Lebens auf die Spitze brachte, dieserWagner, der zuletzt gar noch von den „Entzückungen“sprach, die er dem protestantischen Abendmahle abzu-gewinnen wisse, während er zu gleicher Zeit mit seinerParsifal-Musik allem eigentlich Römischen die Händeentgegenstreckte: dieser überallhin sich anbietende

Schmeichler aller deutschen Eitelkeiten, Unklarheiten undAnmaassungen, — dieser letzte Wagner sollte der letzteund höchste Gipfel unsrer Musik und der Ausdruck derendlich erreichten Synthesis der „deutschen Seele“ sein,der Deutsche selber? — Es war im Sommer 1876, dassich diesem Glauben bei mir abschwor; und damit be-gann jene Bewegung des deutschen Gewissens, von dersich heute immer ernstere, immer deutlichere Zeichen zuerkennen geben, — und der Rückgang der Wagnerei!

xir.

Zur Rangordnung. — Vielleicht, dass heute bereitsverrathen werden kann, wohin Richard Wagner gehört:nämlich nicht in die grosse Reihe der Eigentlichen undEchten höchsten Ranges, nicht an diesen olympischen„Hof der Höfe“, von wo aus man vielmehr verwundertund mit heiterer Kälte dergleichen ehrgeizige schwitzendePlebejer heranstürmen sieht, welche zu glauben scheinen,dass der „gute Wille“ und jener „Schweiss vor derTugend“, von dem mit bäurischem Ungeschmack dergriechische Bauer und Dichter Hesiod gesprochen hat,bereits ausreiche, die ewige unverrückbare Rangordnungder Seelen umzuwerfen, — oder gar „der unzufriedne Geist,der stets auf Neues sinnt“, welchen Wagner als seinenDämon in Anspruch genommen hat. Vielmehr gebührtWagner ein ganz anderer Rang und eine ganz andereEhre — und in der That keine kleine und gemeine: