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14 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 6 (1904) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
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den: was sie entdeckt und erfunden haben, hätte auchdurch Fleiss und Beharrlichkeit können gelernt werdenund ist vollständig begriffen und gelernt worden. InNewton’s Werk ist nichts Unlernbares; Homer ist nichtebenso begreiflich als Newton! „Im Wissenschaft-lichen also ist der grösste Erfinder vom müh-seligsten Nachahmer und Lehrlinge nur demGrade nach verschieden.“

Psychologischer Idiotismus!!]

298.

Wie Winckelmann am Laokoon, gleichsam am Endedes Alterthums, den Sinn für dasselbe sich erwarb, soRichard Wagner an der Oper, der schlechtesten allerKunstgattungen, den Sinn für Stil, d. h. Einsicht, dass esnicht möglich ist, Künste zu isoliren.

Der demagogische Charakter der Kunst Wagner’s:zuletzt mit der Consequenz, dass er sich vor Luther beugte,um Einfluss zu bekommen.

Die deutsche Musik steht nicht ausserhalb der Cul-tur-Bewegung: in Mozart ist sehr viel Rococo und jeneZärtlichkeit des achtzehnten Jahrhunderts. In Beethovendie Luft von Frankreich her, die Schwärmereien, ausdenen die Revolution entsprang: immer Nachklang, Aus-klang. Wagner und die Romantik.

Wie steht es mit dem Zusammenhang der Musik undder bildenden Kunst? Und der Poesie? Verhältniss-mässige Einsamkeit des Musikers: er lebt weniger mit,seine Erregungen sind Nachklänge früherer Gefühle.

Es fehlt immer noch der grosse Stil in derMusik; und es ist dafür gesorgt, dass er jetzt nichtwächst!