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14 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 6 (1904) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
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133
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266.

Manche der ästhetischen Werthschätzungen sind fun-damentaler, als die moralischen, z. B. das Wohlgefallenam Geordneten, Übersichtlichen, Begrenzten, an der Wie-derholung, es sind die Wohlgefühle aller organischenWesen im Verhältniss zur Gefährlichkeit ihrer Lage, oderzur Schwierigkeit ihrer Ernährung. Das Bekannte thutwohl, der Anblick von Etwas, dessen man sich leicht zubemächtigen hofft, thut wohl u. s. w. Die logischen,arithmetischen und geometrischen Wohlgefühle bildenden Grundstock der ästhetischen Werthschätzungen: ge-wisse Lebensbedingungen werden als so wichtig gefühltund der Widerspruch der Wirklichkeit gegen dieselbenso häufig und gross, dass Lust entsteht beim Wahrnehmensolcher Formen.

267.

Die Verfeinerung der Grausamkeit gehört zu denQuellen der Kunst.

268.

Das Urtheilangenehm,unangenehm (vgl. Musik)wechselt und formirt sich nach Dem, was wir alsge-setzlich, vernünftig, sinnvoll, bedeutsam empfinden.

269.

Der erste Sinnen-Eindruck wird bearbeitet vom In-tellect: vereinfacht, nach früheren Schematen zurechtge-macht, die Vorstellung der Erscheinungswelt ist alsKunstwerk unser Werk. Aber das Material nicht.