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14 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 6 (1904) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
Entstehung
Seite
110
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Die bildende Kunst kommt viel später. Man kanndie Philosophie von Sokrates an hinzurechnen ein Triebaus der Vielheit zu wenig Typen zurückzukehren.Ziel der Philosophie: leibhafte Darstellung des höch-sten Menschen.

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Wir giengen ihnen gegen den Geschmack: unsreMenschenkenntniss schamlos; unsre Technik vßgig gegendie Natur. (Im Munde eines Griechen ist es eine Para-doxie, wenn er in der Kugel die Spitze des Vollkommnensehen wollte; sie mögen Wölbung und Rundung nicht.)Unsere Wissenschaft kleinlich krämerisch; unwahr-haftig, weil so Vieles bei uns nicht Sichtbarkeit hat; all-gemeines Leiden der Modernen:Selbstverkleinerung.

Ihr Naturgefühl ist dem religiösen viel verwandterals das unsrige. 'Bei uns ist immer die Hauptsache, dasswir vom Menschen erlöst sind, wir suchen nach Ge-fühlen, die wir unter Menschen nicht haben.

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Das Vereinfachen. Die Abneigung gegen das Com-plicirte und die kleinen Details.

Das Logisiren. Das Voraussetzen des Logisch-Begreiflichen auch im Charakter (es fehlt das Partei-nehmen gegen sich selber; eine gewisse Grossmuth).

Das Idealisiren (schön und jung), die Abneigunggegen das Nicht-Typische, das unbewusste Lügen.

Die politische Nöthigung, sich gemeinverständlich zugeben: der Mangel an verstecktem Individuum, an ver-haltenen Gefühlen (die als thatenscheu Verrufenen).