und Goethe, gegen alle Franzosen von Montaigne bisBalzac, gegen Gracian [die christliche Skepsis]; Italiener —Jacob Burckhardt; auch die Inder sind tiefer in der Ana-lyse des leidenden Menschen). Plato’s freie Art, mitSokrates zu verfahren (Xenophon ebenso). Das Unter-gehn des Individuums in Typen (Homer, Orpheus u. s. w.);Plato’s Kopf in Neapel. •
Aber vielleicht waren sie noch einfachere Menschen?Diese Vorstellung passt zur „Jugend der Menschheit“ u. s. w.Hier gerade ist die Gefahr eines Hauptirrthums undFehlschlusses. Gesetzt, die bildenden Künste derGriechen wären untergegangen und wir wären auf dieUrtheile der Philosophen beschränkt: welcher Fehlschluss!Und ebenso: all ihr ästhetisches Urtheilen ist tief unterdem Niveau ihres Schaffens.
Es wäre also eine Discrepanz möglich: dass dieMenschenkenntniss der Griechen äusserst zurücksteht gegenden thatsächlichen Reichthum an Typen und Individuen:dass sich ihre „Menschlichkeit“ nur wenig zum Bewusst-sein gekommen ist.
Betrachten wir aber die nationalen Eigenthümlich-keiten ihres Intellects: so wird es wahrscheinlich, dassdie Kenntniss der Menschen bei ihnen gehemmt ge-blieben ist: alle ihre grössten Kräfte wirkten hierinhemmend. Dies ist mein Thema.
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A. Triebe ihres Intellects und ihrer Sinne:i) Das Vereinfachen (sie sind so begreiflich), Lustam Übersehen der Nebenzüge, Energie Einen Zugzum Schwerpunkt zu machen.