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14 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 6 (1904) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
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100
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IOO

215.

Lieber gefährdet und bewaffnet leben, als unter dieserfeigen gegenseitigen Heerden-Freundlichkeit!

Alle Menschen, auf die bisher etwas ankam, waren böse.

216.

Nach dem Grade der Unabhängigkeit von Ortund Zeit nimmt die noblesse zu. Menschen der höchstenCultur, mit starken Leibern, stehen über allen Souveränen.

217.

Die Schlichtheit im Leben, Kleiden, Wohnen, Essen,zugleich als Zeichen des höchsten Geschmacks: diehöchsten Naturen bedürfen des Besten, daher ihre Schlicht-heit! Die üppigen, bequemen Menschen, ebenso die prunk-vollen, sind lange nicht so unabhängig: sie haben an sichselber auch keine so ausreichende Gesellschaft. (Inwie-fern der stoische Weise und noch mehr der Mönch einExcess ist, eine barbarische Übertreibung)

218.

Der Mann von hoher Seele ist nicht geneigt zurBewunderung, denn das Grösste ist ihm ja eigen undverwandt; es giebt für ihn nichts Grosses. Die äusserenGüter, Reichthum, Macht kommen nicht in Betracht, siesind ja nicht von eignem Werthe, sondern nur zu Besseremnützlich.

Der Hohe, dem man die Bewunderung durch nichtsAnderes als Verehrung ausdrücken kann, wird durch