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212 .
Diese guten, friedfertigen, fröhlichen Menschen habenkeine Vorstellung von der Schwere Derer, welche vonNeuem die Dinge wägen wollen und zur Wage heran-wälzen müssen.
213.
Die Nachgekommenen sagen von ihm: „seitdem stieger immer höher und höher“. — Aber sie verstehen Nichtsvon diesem Martyrium des Aufsteigens: ein grosser Menschwird gestossen, gedrückt, gedrängt, hinaufgemartert inseine Höhe.
214.
Der deutsche Mystiker. — Die grossen Selbst-Bewunderungen und die grossen Selbst-Verachtungenund -Verkleinerungen gehören zu einander: der Mystiker,der sich bald Gott, bald Wurm fühlt. Was hier fehlt,ist das Selbst-Gefühl. Es scheint mir, dass Beschei-denheit und Stolz eng zu einander gehören, und nurUrtheile je nach dem, wohin man blickt. Das Gemein-same ist: der kalte, sichere Blick der Schätzung in beidenFällen. Es gehört übrigens zur guten Diät, nicht unterMenschen zu leben, mit denen man sich gar nicht ver-gleichen darf, sei es aus Bescheidenheit, sei es aus Stolz.Diese Diät ist eine aristokratische Diät. Gewählte Ge-sellschaft — lebende und todte. — Fatum ist ein er-hebender Gedanke für Den, welcher begreift, dass erdazu gehört.
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