Es giebt auch eine Verschwendung unsrer Leiden-
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schäften und Begierden, nämlich in der bescheidenen undkleinbürgerlichen Art, in der wir sie befriedigen — wasden Geschmack verdirbt, noch mehr aber die Ehrfurchtund Furcht vor uns selber. Der zeitweilige Asketismusist das Mittel, sie zu stauen, — ihnen Gefährlichkeit undgrossen Stil zu geben — —
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Cardanus schloss, man müsse so viel als möglichLeiden aufsuchen, um durch ihre Beseitigung sich einegrössere Summe von Lust zu schaffen.
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Man hat für „unpersönlich“ angesehn, was der Aus-druck der mächtigsten Personen war (Jacob Burckhardtmit gutem Instinct vor dem Palazzo Pitti): „Gewalt-mensch“ — ebenso Phidias —, das Absehen vom Einzel-Reize. — Aber die Herren möchten sich gerne ver-stecken und loswerden, z. B. Flaubert (Briefe).
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Mein Begriff von „Aufopferung“. Ich mag dieseHypokrisie nicht! Natürlich, um durchzusetzen, was miram Herzen liegt, werfe ich Viel weg: Manches auch,das mir „auch am Herzen liegt“! Aber die Hauptsacheist immer: dieses Wegwerfen ist nur Folge, Neben-Consequenz, — die Hauptsache ist, dass mir Etwas mehrals alles Andere am Herzen liegt.