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14 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 6 (1904) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
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igo.

Weshalb es heute nöthig ist, zeitweilig grob zureden und grob zu handeln. Etwas Feines und Ver-schwiegenes wird nicht mehr verstanden, selbst nichtvon Denen, welche uns verwandt sind. Wovon mannicht laut spricht und schreit, das ist nicht da:Schmerz, Entbehrung, Aufgabe, die lange Pflicht und diegrosse Überwindung Keiner sieht und riecht Etwasdavon. Die Heiterkeit gilt als Zeichen des Mangels anTiefe: dass sie die Seligkeit nach allzustrenger Spannungsein kann, wer weiss es! Man geht mit Schauspielernum und thut sich viel Zwang an, um auch da zu ehren.Aber Niemand versteht, inwiefern es mir hart und pein-lich ist, mit Schauspielern umzugehn. Oder mit einemphlegmatischen Genüssling, der Geist genug hat, um

191.

Der ausserordentliche Mensch lernt durch Unglück,wie wenig Werth all die Würdigkeit und Ehrenhaftigkeitder ihn Beurtheilenden hat. Sie platzen, wenn man sie inihrer Eitelkeit verwundet, ein intolerantes beschränktesVieh kommt zum Vorschein.

192.

Man muss wirklich drüber hinaus sein, sich zuärgern über die Verurtheilung durch kleine, niedrige Na-turen, es giebt aber viel Affectation diesesdrüberhinaus.