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alles inneren Geschehens ist uns nur als Zeichengegeben.
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Wie ein Feldherr von vielen Dingen Nichts erfahrenwill und erfahren darf, um nicht die Gesammt-Überschauzu verlieren: so muss es auch in unserem bewusstenGeiste vor Allem einen ausschliessenden, weg-scheuchenden Trieb geben, einen auslesenden Trieb,welcher nur gewisse Facta sich vorführen lässt. DasBewusstsein ist die Hand, mit der der Organismus amweitesten um sich greift: es muss eine feste Hand sein.Unsere Logik, unser Zeitsinn, Raumsinn sind ungeheureAbbreviatur-Fähigkeiten, zum Zwecke des Befehlens. EinBegriff ist eine Erfindung, der Nichts ganz entspricht,aber Vieles ein wenig: ein solcher Satz „zwei Dinge,einem dritten gleich, sind sich selber gleich“ setzt erstensDinge, zweitens Gleichheiten voraus: Beides giebt es nicht.Aber mit dieser erfundenen starren Begriffs- und Zahlen-welt gewinnt der Mensch ein Mittel, sich ungeheurerMengen von Thatsachen wie mit Zeichen zu bemächtigenund seinem Gedächtnisse einzuschreiben. Dieser Zeichen-Apparat ist seine Überlegenheit, gerade dadurch, dasser sich von den Einzel-Thatsachen möglichst weit ent-fernt. Die Reduction der Erfahrungen auf Zeichen,und die immer grössere Menge von Dingen, welche alsogefasst werden kann: ist seine höchste Kraft. „Geistig-keit“ als Vermögen, über eine ungeheure Menge vonThatsachen in Zeichen Herr zu sein.
Diese geistige Welt, diese Zeichen-Welt istlauter „Schein und Trug“, ebenso schon wie jedes„Erscheinungsding“ — und der moralische Menschempört sich wohl! (wie für Napoleon nur die wesent-