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Gegen-Partei, auch sogar ein Zeugenverhör giebt, demich ein Wenig zuhören darf — freilich nur ein Wenig:das Meiste, so scheint es, entgeht mir. — Dass jeder Ge-danke zuerst vieldeutig und schwimmend kommt und ansich nur als Anlass zum Versuch der Interpretation oderzur willkürlichen Festsetzung, dass bei allem Denken eineVielheit von Personen betheiligt scheint —: dies ist nichtgar zu leicht zu beobachten, wir sind im Grunde umge-kehrt geschult, nämlich beim Denken nicht an’s Denkenzu denken. Der Ursprung des Gedankens bleibt ver-borgen; die Wahrscheinlichkeit dafür ist gross, dass ernur das Symptom eines viel umfänglicheren Zustandesist; darin dass gerade er kommt und kein anderer, dasser gerade mit dieser grösseren oder minderen Helligkeitkommt, mitunter sicher und befehlerisch, mitunter schwachund einer Stütze bedürftig, im Ganzen immer aufregend,fragend — für das Bewusstsein wirkt nämlich jeder Ge-danke wie ein Stimulans —: in dem Allen drückt sichirgend Etwas von unserem Gesammtzustande in Zeichenaus. — Ebenso steht es mit jedem Gefühle, es bedeutetnicht an sich etwas: es wird, wenn es kommt, von unserst interpretirt, und oft wie seltsam interpretirt! Mandenke doch an die uns fast „unbewusste“ Noth der Ein-geweide, an die Blutdruck-Spannungen im Unterleibe,an die krankhaften Zustände des nervus sympathicus ■—:und wie Vieles giebt es, wovon wir kaum durch dassensorium commune einen Schimmer von Bewusstseinhaben! — Nur der anatomisch Unterrichtete räth bei sol-chen ungewissen Unlust-Gefühlen auf die rechte Gattungund Gegend der Ursachen; alle Anderen aber, im Ganzenalso fast alle Menschen, so lange es Menschen giebt,suchen bei solcher Art von Schmerzen keine physische,sondern eine psychische und moralische Erklärung und