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14 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 6 (1904) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
Entstehung
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Gedankens auf einen andern? EinVerursachen hierwenigstens?

Die Erscheinungsweltleerer Schein und Trug, dasCausalitäts - Bedürfniss, welches zwischen ErscheinungenVerbindungen herstellt, ebenfallsleerer Schein und Trug damit kommt die moralische Verwerfung des Trüge-rischen und Scheinbaren zu Wort. Man muss darüberhinweggehn. Es giebt keine Dinge an sich, auch keinabsolutes Erkennen; der perspectivische, täuschende Cha-rakter gehört zur Existenz.

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Der Gedanke ist in der Gestalt, in welcher er kommt,ein vieldeutiges Zeichen, welches der Auslegung, genauer,einer willkürlichen Einengung und Begrenzung bedarf,bis er endlich eindeutig wird. Er taucht in mir aufwoher? wodurch? das weiss ich nicht. Er kommt, un-abhängig von meinem Willen, gewöhnlich umringt undverdunkelt durch ein Gedräng von Gefühlen, Begehrungen,Abneigungen, auch von andern Gedanken, oft genugvon einemWollen oderFühlen kaum zu unterschei-den. Man zieht ihn aus diesem Gedränge, reinigt ihn,stellt ihn auf seine Füsse, man sieht, wie er dasteht, wieer geht, Alles in einem erstaunlichen presto und dochganz ohne das Gefühl der Eile: wer das Alles thutich weiss es nicht und bin sicherlich mehr Zuschauer da-bei als Urheber dieses Vorgangs. Man sitzt dann überihn zu Gericht, man fragt:was bedeutet er? was darfer bedeuten? hat er Recht oder Unrecht? man ruftandere Gedanken zu Hülfe, man vergleicht ihn. Denkenerweist sich dergestalt beinahe als eine Art Übung undAct der Gerechtigkeit, bei dem es einen Richter, eine